Seitenkopf


Die Magdalenenkapelle

Nahe der Schiffsanlegestelle "Petriförder" finden Sie ein Kleinod hoher Gotik, nämlich die um 1315 erbaute Magdalenenkapelle.


Während das Gebäude von außen recht schmal wirkt, hat man innen doch einen erstaunlich weiten Eindruck. Den Chor schmücken fünf schlanke Fenster mit einem feinen Maßwerk. Eine schöne Orgelempore, getragen von einer einzigen Säule, schließt den Raum nach Westen hin ab. Das Kreuzrippengewölbe hatte sogar die Kriegszerstörungen überstanden. Der Name des kleinen Bauwerks stammt vom ehemaligen Magdalenenkloster, zu dem die Kapelle früher gehörte. Wie ihre beiden benachbarten großen "Schwestern", die Petrikirche und die Wallonerkirche, stand auch die Magdalenenkapelle viele Jahre nach dem Kriege nur als Ruine da. Beim Wiederaufbau wurde das spitze Dach mit dem schlanken Dachreiter so wiederhergestellt, wie es vor den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges war.

Nach verschiedenen anderen Nutzungen wurde die Kapelle 1991 vom Magistrat an das Hilfswerk "Subsidiaris" übergeben, das vom Orden der Prämonstratenser geleitet wird. Alljährlich zur Weihnachtszeit bis zu "Lichtmess" (2. Februar) finden Sie dort eine schöne Krippe, geschaffen von der Magdeburger Textilgestalterin Waltraud-Melitta Ladewig. Merken Sie sich das schon mal vor für das nächste Weihnachten! Was viele Magdeburger nicht wissen: Die Magdalenenkapelle ist täglich geöffnet ab 10 Uhr, im Winter bis 16 Uhr, im Sommer bis 19 Uhr. Schauen Sie mal rein und genießen Sie Stille und Besinnung!

Nun können Sie natürlich die drei Kirchen zusammen besuchen, die hier an der Stadtmauer und mit Blick auf die Elbe ein attraktives Ensemble bilden. Wir wollen sie hier aber einzeln würdigen. Der "Kurier" ergänzt deshalb das Gesamtbild in den nächsten Ausgaben und bringt Interessantes zur Petri- und Wallonerkirche.

Dieter Müller, ehrenamtliche Redaktion des "Magdeburger Kurier"

 

Galerie : Magdalenen
zum Anzeigen auf die Bilder klicken.

Für eine vergrößerte Darstellung einfach klicken ( 127 ) Für eine vergrößerte Darstellung einfach klicken ( 128 ) Für eine vergrößerte Darstellung einfach klicken ( 129 )
Für eine vergrößerte Darstellung einfach klicken ( 126 )


geschrieben / geändert am : 20.05.2008