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Mitgliederversammlung am 22.10.2008 im Rathaus

Bericht des Vorstandes an die Mitgliederversammlung


Sehr geehrte Damen und Herren,
wir möchten Sie hiermit über die Arbeit des Vorstandes seit der letzten Mitgliederversammlung vom 2. April 2008 informieren.

Zunächst möchten wir an einige für uns wichtige Ereignisse seit dem 1. Januar 2008 erinnern:
Januar:
- Abschluss und Ausstellungseröffnung des Projektes "Schule in der NS-Zeit" am 08.1.in der Lukasklause
- Neujahrsempfang am 9.1.08 mit der symbolischen Scheckübergabe für die Welthungerhilfe
- Abschlussveranstaltung zum Partnerjahr Magdeburgs mit der Deutschen Welthungerhilfe   am 21.01.im Cafe Rossini
Februar:
-  Freiwilligenagentur erhält am 25.2. das Qualitätssiegel der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (BAGFA)
März:
- Oberbürgermeisterwahl am 9.3.
- Auftaktveranstaltung für "Zeitensprünge"-Projekte ("Sie wollte spielen und lernen, leben  
   und lieben ... Vera Schlein"" und ""Geschichten aus dem Wandteppich"")  am 17.3. im  
   Roncalli-Haus
-  Seniorenbeauftragter übergibt Abschlussbericht zum 1. Seniorenforum
April:
-  Memorandum "Mitgestalten und Mitentscheiden - Ältere Menschen in Kommunen" der   
   BAGSO wird am 2. April 2008 der Bundesministerin von der Leyen übergeben   
- Zum 1. Mal: Marktplatz für Magdeburg am 17.4 in der Ratsdiele
- Leserstammtisch des "Magdeburger Kurier" am 23.4. im ASZ Sudenburg
Mai:   
- Fachtagung am 26.5. im Sozialministerium zum bürgerschaftlichen Engagement
Juni:
-  Fest der Kulturen mit ausländischen Studenten am 12.6.08 in der Festung Mark
- Märchenfest im Volksbad Buckau am 20.6. im Rahmen des Projektes "Märchenwelt für
  Groß und Klein".
Juli:
- Grillnachmittag für Gasteltern und Studenten im ÖZiM
September:
- 3. Magdeburger Freiwilligentag am 13.9.
- Gespräch mit dem künftigen Sozial - Beigeordneten Hans-Werner Brüning zur  
  Vorstandssitzung am 24.9.
- Auszeichnungsveranstaltung zum FreiwilligenPass am 25.9. im Gesellschaftshaus
  Gratulation besonders an Rosmarie Nothnagel, Edda Raschke, Ingrid Später und Dieter   
  Müller
Oktober:
- Teilnahme am Rathaustag am 3. 10.
- Delegiertenkonferenz der Landesseniorenvertretung  am 15.10.
- Neues Projekt "Geschichte zum Anfassen" mit DDR- Zeitzeugen(die sich zahlreich  
  gemeldet haben) und Schülern des Werner- von-Siemens-Gymnasium wird gestartet

Zu einigen inhaltlichen Schwerpunkten unserer Arbeit:
Nach wie vor orientiert sich unsere Arbeit als Interessenvertretung auf folgende Schwerpunkte:
·    die Seniorenpolitik der Stadt durch eigene Vorschläge und Aktivitäten mitzugestalten
·    Hilfe und Beratung für unsere älteren Mitbürger/innen zu organisieren
·    das aktive soziale und politische Engagement der Magdeburger Senioren/innen zu fördern
·    den Dialog und die Solidarität zwischen den Generationen zu unterstützen

Der Vorstand hat auf seiner Beratung am 24.9. ein ausführliches grundsätzliches Gespräch mit dem neu gewählten Sozialbeigeordneten Hans-Werner Brüning geführt. In Vorbereitung darauf hatte uns Herr Brüning Fragen übersandt. Die ihm übergebene schriftliche Antwort möchten wir auch Ihnen nachfolgend zur Kenntnis geben, weil es aus unserer Sicht die wesentlichen Inhalte unserer Arbeit und einen aktuellen Arbeitsstand darstellt.

1. Frage:
Wie fühlt sich die Seniorenvertretung in der Arbeit der Stadtverwaltung berücksichtigt? Wo gibt es Handlungsbedarf?
Die Bedingungen für unsere Arbeit sind dank der Unterstützung durch die Stadtverwaltung gut. Das betrifft die finanziellen Möglichkeiten sowie die Bereitstellung eines Arbeitsraumes und die Nutzung weiterer Räume des Rathauses für Vorstandssitzungen, Mitgliederversammlungen und andere Veranstaltungen einschließlich der vorhandenen Technik.
Das betrifft auch die Anerkennung unserer Arbeit, die uns entgegen gebracht wird und die stets zuvorkommende Hilfe und Unterstützung im Bedarfsfall.
Insbesondere OB Dr. Trümper hat bei vielen Gelegenheiten das Engagement der Seniorenvertretung gewürdigt.
Positiv sehen wir auch, dass wir mit Kerstin Beckmann vom Sozialamt seit über 10 Jahren eine sachkundige und engagierte Partnerin zur Seite haben, was sich insbesondere auf unsere konzeptionelle und auf die Projektarbeit auswirkt.
Hervorheben möchten wir auch die gute Zusammenarbeit mit dem Ausländerbeauftragten, der Kinderbeauftragten, der Gleichstellungsbeauftragten und dem Behindertenbeauftragten. Diese dokumentiert auch sich in gemeinsamen Projekten und Veranstaltungen.

Wo sehen wir Handlungsbedarf?
Informationsaustausch zwischen Verwaltung und Vorstand
Nach der Auflösung der Abteilung Altenhilfe fühlen wir uns durch unsere wichtigsten Partner in der Verwaltung, das Sozialdezernat und das Sozialamt, nicht mehr ausreichend informiert.
Gleichermaßen ist es uns auch nicht gelungen, unsere konzeptionellen Vorstellungen bezüglich der Seniorenpolitik in die Arbeit der Verwaltung einzubringen.
Konzeptionelle Arbeit auf dem Gebiet der Seniorenpolitik
Ausgehend von der Tatsache, dass das grundlegende Planungsinstrument der Stadt, der so genannte Altenplan aus dem Jahre 1997 in vielen Punkten nicht mehr aktuell ist, hat der  Vorstand mehrere Vorstöße unternommen, um eine Aktualisierung der städtischen Planungen in Gang zu setzen.
Unsere grundsätzlichen Erwartungen an die künftige Seniorenpolitik haben wir im Beschluss der Mitgliederversammlung vom 13.04.2005 wie folgt dargestellt:
Ø    Um die Risiken und Folgewirkungen der künftigen Entwicklung zu beherrschen und die Chancen zu ergreifen, muss die Politik geeignete Rahmenbedingungen schaffen, die mit ihren Zielsetzungen weit über die traditionelle Altenpolitik hinausgehen.
Ø    Diese Rahmenbedingungen sollten den Charakter von seniorenpolitischen Grundsätzen und Leitlinien erhalten.
Ø    Diese werden unter aktiver Einbeziehung der Seniorinnen und Senioren und der auf diesem Gebiet tätigen Verbände und Vereine erarbeitet.
Ø    Inhaltlich  erfassen diese Grundsätze/Leitlinien die Gesamtheit der Lebensumstände, Interessen und Wünsche der älteren Bürger Magdeburgs (z.B. soziale und gesundheitliche Sicherung, Wohnen im Alter, Infrastruktur, Versorgung, Mobilität, Kultur-Freizeit-Sport, Sicherheit, seniorenfreundliche Verwaltung, Selbsthilfe und bürgerschaftliches Engagement, Interessenvertretung, Solidarität der Generationen, ältere ausländische Mitbürger ...).
Ø    Die Grundsätze/Leitlinien sollten durch einen Stadtratsbeschluss den Status einer verbindlichen Vorgabe für die Stadtverwaltung sowie eines Handlungsrahmens für alle in der Seniorenarbeit Tätigen erhalten.
Ø    Ausgehend von diesen Leitlinien sollten die vorhandenen Planungsinstrumente überprüft, überarbeitet und mit Maßnahmeplänen untersetzt werden.
Ø    Die Zielerreichung sollte unter Kontrolle des Stadtrates stehen. Hierzu bietet sich die Aussprache zum jährlichen Bericht des Seniorenbeauftragten an. Die Durchführung von Seniorenforen im Stadtrat im Abstand von 2 Jahren, wie es auf Landesebene bereits erfolgreich praktiziert wird, wird ebenfalls als wirksames Instrument angesehen.

Arbeitskreis für Seniorenfragen
Der Arbeitskreis für Seniorenfragen ist in den letzten Jahren seiner Rolle als zentrales Planungsgremium nicht mehr gerecht geworden. Es sind keine nennenswerten Aktivitäten zu verzeichnen.
Regionale Pflegekonferenz
Die Regionale Pflegekonferenz hat in den letzten Jahren kaum getagt, so dass von ihr auch keine Aktivitäten ausgingen.
Verhältnis Seniorenbeauftragter/Seniorenvertretung
Im Gegensatz zu allen anderen Beauftragten ist die Zusammenarbeit mit dem Senioren-beauftragten nur äußerst sporadisch und nicht von gegenseitigem Vertrauen und Unter-stützung geprägt.
Das hat sicher subjektive Gründe, es liegt aber auch an der unklaren und unterschiedlich interpretierten Rechtslage, die wir gern deutlicher formuliert haben möchten.
Wir betrachten das gedeihliche Zusammenwirken von Seniorenbeauftragtem und Seniorenvertretung als einen wichtigen Eckpfeiler der Seniorenarbeit in unserer Stadt.

2. Frage:
Welche Erfahrungen der Zusammenarbeit mit anderen Vereinigungen (Träger der   
Wohlfahrtspflege, Vereine und andere Organisationen) und städtischen Einrich-
tungen gibt es?  Wie wird das große Wissens- und Erfahrungspotenzial der älteren   
Generation für die Jüngeren genutzt?

Zusammenarbeit mit den Alten- und Service-Zentren (ASZ)
Die Zusammenarbeit zwischen Seniorenvertretung und den ASZ, insbesondere über unsere Arbeitsgruppen, ist gut und vielfältig. Wir sind im ständigen Kontakt und nach Möglichkeit auch in den Regionalen Arbeitsgruppen Altenhilfe präsent. Aktivitäten werden abgesprochen und wenn erforderlich, mit gegenseitiger Unterstützung durchgeführt.

"Magdeburger Netzwerk bürgerschaftliches Engagement"
Die Seniorenvertretung ist Gründungsmitglied. Hier hatten wir uns als Schwerpunktaufgabe vorgenommen, konkrete Vorschläge zur Einführung eines Freiwilligenpasses in unserer Stadt

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auszuarbeiten. Das ist erfolgt und nach dem erfolgreichen Start 2007 werden am 26.9. zum 2. Mal 30 Pässe im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung übergeben.
Aus unserer Sicht könnten viele Reserven erschlossen werden, wenn über das Netzwerk in der Verwaltung eine ämterübergreifende Koordinierung der Ehrenamtsarbeit aufgebaut werden könnte.

Freiwilligenagentur
Die Seniorenvertretung ist Gründungsmitglied und im Vorstand vertreten. Die Freiwilligen-agentur ist von Anfang an ein zuverlässiger Partner und Unterstützer unserer Arbeit. Das betrifft insbesondere die Anregungen und die unterstützende Begleitung unserer umfang-reichen Projektarbeit und die Hilfe bei der Gestaltung von Plakaten, Broschüren usw..

AQB
Die AQB unterstützt uns ebenfalls seit Jahren bei der Gestaltung von Plakaten, Broschüren usw..

Stadtsparkasse
Von der SSK erhalten wir nicht nur finanzielle Unterstützung. Sie hat die Seniorenvertretung auch schon mehrfach zu deutschlandweiten Auszeichnungen vorgeschlagen.

Polizei
Die erfolgreiche Arbeit unserer Senioren-Sicherheitsberater beruht auch auf der guten Zusammenarbeit mit der Polizei und deren aktiver Unterstützung.

Volkshochschule
Zur Leitung der VHS besteht seit Jahren ein guter Kontakt. Erwähnenswert sind insbesondere die gemeinsamen Kurse zum Seniorenbesuchsdienst.

Das umfangreichste Netzwerk hat unsere Arbeitsgruppe "Dialog der Generationen" aufgebaut.
Anliegen der Arbeitsgruppe ist es:
·    den Dialog der Generationen in der Stadt Magdeburg aufzubauen und zu führen
·    zwischen Jung und Alt Brücken zu schaffen
·    Jung und Alt zusammenzuführen
·    die Solidarität zwischen den Generationen zu fördern
Dieses Anliegen wird durch eine umfangreiche Projektarbeit umgesetzt.
Dafür sorgen 15 Vereine und Einrichtungen sowie 25 Senioren/innen als Mitglieder.
Außerdem wird die Arbeitsgruppe durch mehr als 30 Kooperationspartner unterstützt.
Dazu gehören zum Beispiel: die AQB, die Akademischen Auslandsämter der Hochschule und Universität, Studieren ab 50, Studenteninitiativen der Hochschule und Universität, das ÖZIM, das Literaturhaus, die Freiwilligenagentur, die Feuerwache, das Kloster Unser Lieben Frauen,
Gymnasien: Norbertusgymnasium, Werner- Von- Siemens- Gymnasium, Hegelgymnasium; die IGS; die BBS IV und VII; die Grundschulen: Bertolt Brecht, Am Elbdamm, Amsdorfestraße, Weitlingstraße, Kritzmannstraße, Salbke, Westerhüsen; die Horte Bertolt Brecht, Quo Vadis, Erich Kästner; die Förderschulen "Hugo Kükelhaus" und "Erich Kästner"; die KITAs: Mandala, St. Norbert, Salbker See.

Resümee:   
Die Seniorenvertretung ist fest im sozialen Netzwerk der Stadt verankert. Das zeigt sich in der Zusammenarbeit mit vielen Partnern und in der Unterstützung, die uns aus vielen Bereichen der Stadt gewährt wird.
Diese Zusammenarbeit hat sich von Jahr zu Jahr positiv entwickelt. Die Bereitschaft ist generell vorhanden, wenn man mit konkreten Projekten auf potenzielle Partner zugeht um sie für die Mitarbeit zu gewinnen.
Das Wissen und die Erfahrungen der älteren Generation werden speziell durch unsere Arbeitsgruppe "Dialog der Generationen" an die jüngere Generation weiter gegeben. Das geschieht vorwiegend in den verschiedenen Zusammenkünften von Jung und Alt und in den Veranstaltungen im Rahmen der Projektarbeit. Das nicht genutzte Potenzial ist jedoch noch riesengroß.
Deshalb ist eine weitere Vernetzung und Koordinierung der Arbeiten nötig und anzustreben.
(Ende des an Herrn Brüning übergebenen Materials)

Tätigkeit der Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppe "Dialog der Generationen"
Die Mitglieder der AG sind derzeitig in 7 ständigen Projekten tätig.
Ø    Magdeburger Senioren und ausländische Studenten im Dialog
Hier betreuen gegenwärtig 95 Magdeburger Gastfamilien ca. 200 Studenten. Die Bindung ist größtenteils familiär, d.h. viele Anlässe werden gemeinsam begangen. Ergänzend dazu werden über die Arbeitsgruppe gemeinsame Grillnachmittage, gemeinsames Plätzchenbacken in der Adventszeit, Stadtrundgänge, Unterstützung bei der Wohnungsausstattung usw. angeboten.
Große Anerkennung erfuhr dieses Projekt mit dem 2. Platz  bei Deutschlands größtem Bürgerpreis "für mich, für uns, für alle" im Dezember 2004.
Und am 27.3.2008 war die Leiterin der AG Edeltraud Schochert zu Gast bei Bundespräsident Horst Köhler und konnte ihm über dieses Projekt berichten. Nur 5 Projekte aus dem Seniorenbereich der gesamten Bundesrepublik waren dafür ausgewählt.
Ø    Deutschland liest vor - Magdeburg liest mit
Derzeitig 45 Vorleserinnen lesen insbesondere in Kitas, Horten, Grundschulen und Förderschulen vor und kümmern sich insbesondere um leseschwache Schüler in insgesamt 32 Einrichtungen.
Ø    Wir lernen unsere Heimatstadt Magdeburg kennen
Hier werden in Zusammenarbeit mit Magdeburger Schulen Stadtteilrundgänge und andere Veranstaltungen organisiert.
Ø    Ferienangebote für Großeltern und Enkel
Seit mehreren Jahren werden zu allen Ferienzeiten vielseitige und interessante Veranstaltungen angeboten
Ø    Gymnasiasten unterrichten Senioren
Zur Zeit steht der Umgang mit dem Handy und dem PC auf dem Programm, Partner der Senioren/innen sind Schüler des Norbertus- und des Werner- von- Siemens- Gymnasium
Ø    Alte Spiele
Im Rahmen dieses Projektes wurde gemeinsam mit der Freiwilligenagentur eine sehr schön gestaltete Broschüre unter dem Titel "Alte Spiele - neu entdeckt" hergestellt.
Ø    Aus der Schule geplaudert
Hier wird gemeinsam mit Schülern unterschiedlicher Klassenstufen die lokale und allgemeine Schulgeschichte des 20. Jahrhunderts im Gespräch mit Großeltern und Zeitzeugen erschlossen. So wurde gemeinsam mit Schülern des Werner- von- Siemens- Gymnasium, Studenten der Otto- von- Guericke- Universität Magdeburg und Zeitzeugen das Projekt "Schule in der NS- Zeit" durchgeführt. Die entstandene Dokumentation wurde auf dem 3. Geschichtstag im Landtag präsentiert und als Ausstellung  in der Lukasklause gezeigt.
Im Rahmen dieser ständigen Projekte wurden bzw. wird an weiteren zeitlich begrenzten Projekten gearbeitet:
·    "Märchenwelt für Groß und Klein"
Höhepunkt dieses Projekts war ein großes Märchenfest am 20.06.2008 im Volksbad Buckau. Monate davor hatten Kinder, ihre Erzieherinnen und die Dialog-Mitstreiterinnen gemeinsam
Märchen gelesen, gemalt, aufgeschrieben, erzählt, gespielt, Requisiten gebastelt und immer wieder für ihren großen Bühnenauftritt geprobt.
Es hat auch alles geklappt, die Stimmung war ausgezeichnet. Könige und Bettler, Prinzessinnen und Hexen, Zwerge, Riesen und Elfen, Hühnchen und Raben, Hasen, Schmetterlinge und, und, und bevölkerten den idyllischen Hof des Volksbades und feierten ein großes Fest.
Die Veranstaltung war ohne Zweifel das Highlight dieser Projektarbeit, an der sich 11 Einrichtungen (Grund- und Förderschulen, Horte und Kindertagesstätten) unserer Stadt beteiligten.
Anerkennung und ein großes Dankeschön an die Leiterin des Projekts Rosmarie Nothnagel sowie an alle Akteure und Unterstützer
·    "Sie wollte spielen und lernen, leben und lieben ... Vera Schlein"
Zentrales Thema des Projektes ist die Lebensgeschichte von Vera Schlein, Tochter einer jüdischen Magdeburger Familie. Sie wurde nach Jahren der Verfolgung und Diskriminierung durch die Nationalsozialisten im Alter von 16 Jahren ermordet.
An der Projektumsetzung sind neben Mitgliedern der Arbeitsgruppe Schüler der Berufsbildenden Schule BBS IV "Otto Schlein" beteiligt.
 "Geschichten aus dem Wandteppich"
Im Rahmen der Partnerschaft Magdeburgs mit der Deutschen Welthungerhilfe hatten
über 50Bewohner/innen aus städtischen Alten- und Pflegeheimen einen Wandteppich gestaltet, der aus 156 Einzelquadraten mit den unterschiedlichsten Motiven besteht.  
Das Projekt greift das große Bedürfnis der an der Gestaltung des Wandteppichs beteiligten SeniorInnen auf, ihre persönliche(n) Geschichte(n) dazu zu erzählen: kleine Begebenheiten und große Ereignisse, persönliche Erfahrungen oder Zeitzeugen-Berichte. Grundschüler haben die SeniorInnen dazu befragt und in teilweise sehr anrührenden kleinen Berichten dokumentiert. Gratulation an die Projektleiterin Edda Raschke, die insbesondere für dieses Projekt mit dem Ehrenamtspass ausgezeichnet wurde.
Wir freuen uns, dass die in dieser Arbeitsgruppe seit Jahren geleistete Arbeit eine ganz besondere Würdigung erfährt.
Die Leiterin der Arbeitsgruppe Edeltraud Schochert hat eine weitere Einladung zu unserem Bundespräsidenten erhalten und wird am 4. November dieses Jahres von ihm mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Arbeitsgruppe "Sicherheit"    
Unter dem Motto "Senioren beraten Senioren in Fragen ihrer persönlichen Sicherheit" sind unsere ehrenamtlichen Senioren-Sicherheitsberater unter Leitung von Wolfgang Jung
bereits seit über 6 Jahren tätig. Und das mit großem Zuspruch und großem Erfolg.
Das engagierte Wirken der Ehrenamtlichen, die Zusammenarbeit mit der Polizei und deren Unterstützung sind beispielhaft und Grundlage für eine sehr erfolgreiche Arbeit im Interesse der Sicherheit für die älteren Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.
Es wird eingeschätzt, dass diese Art der Aufklärung über Probleme der persönlichen Sicherheit  bei den älteren Mitbürgern gut ankommt und mit dazu beiträgt, sie vor Schaden zu bewahren und ihr Sicherheitsgefühl zu festigen.
AG "Soziales"
Die Arbeitsgruppe existiert seit Januar 2001. Die Mitglieder der AG leisten ehrenamtliche Besuchsdienste und betreuen dabei jeweils mindestens 1 bis 2 Personen. Sie besuchen
regelmäßig Menschen, die diesen Kontakt wünschen und brauchen und geben ihnen Anregungen und kleine Lebenshilfen für den Alltag.
Die Mitglieder der AG treffen sich regelmäßig zu Erfahrungsaustauschen und Weiter-bildungen. Der Seniorenbesuchsdienst ist ein gemeinsames Projekt von Seniorenvertretung und Sozial- und Wohnungsamt. Auch die Volkshochschule hat mit den bisher 7 durchgeführten Seminarreihen "Ausbildung zum(r)freiwilligen Seniorenbegleiter(in)" wesentlich zum Gelingen beigetragen. Gegenwärtig läuft der 8. Kurs, der wiederum ausgebucht ist.

AG "Wohnen im Alter
Die Arbeitsgruppe wurde im März 2004 gegründet. Es ist ein gemeinsames Projekt mit dem Sozial- und Wohnungsamt in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst Magdeburg.
Die ehrenamtlichen Mitglieder der Arbeitsgruppe setzen sich das Ziel, interessierten Personen bei der Auswahl der geeigneten Wohnung und speziell bei der altersgerechten Anpassung der vorhandenen Wohnung beratend zur Seite zu stehen.
Zu diesem Zweck führen sie einmal im Monat Sprechstunden durch. Die AG- Mitglieder widmen sich auch verstärkt der Zusammenarbeit mit unserer AG "Sicherheit", denn Wohnen und Sicherheit hängen ja sehr eng zusammen. Vorgesehen ist auch eine intensivere Zusammenarbeit mit den Sozialarbeitern der Stadtteile.

Redaktionsteam des "Magdeburger Kurier"
Das Redaktionsteam unseres "Magdeburger Kurier" hat sich als Ziel gesetzt,
- aktuell aus der Magdeburger Seniorenszene zu informieren
- an das alte Magdeburg zu erinnern und Geschichte lebendig zu machen
- das neue Magdeburg zu entdecken und auf Zukünftiges zu orientieren.
Auf diese Weise soll der "Kurier" auch Forum für einen regen Gedankenaustausch sein und
Anregungen und Impulse für eigene Aktivitäten geben.
Ein Schwerpunkt ist natürlich die Information über die vielfältigen Aktivitäten in unseren Reihen. Ergänzt wird dies durch Berichte aus den Alten- und Service-Zentren, Wort- und Bildbeiträge über Sehenswertes aus unserer Stadt u.v.a.m.. Auch der monatliche Blumenstrauß ist mittlerweile zur guten Tradition geworden.
Wir möchten Sie aber auch darüber informieren, dass sich die Finanzierung des "Kurier" in der letzten Zeit problematisch gestaltet hat. Gegenwärtig sind wir gemeinsam mit dem Team vom Doppel D - Werbeservice dabei, Partner zu suchen, die uns hierbei unterstützen.

Neue Aufgaben und Projekte der Seniorenvertretung

Bildung einer Arbeitsgruppe"Kommunale Seniorenpolitik"
Das Bundesfamilienministeriums hat unter dem Titel "Alter schafft Neues - Aktiv im Alter" ein Modellprogramm gestartet. Es hat zum Ziel, die aktive Rolle älterer Menschen in der Gesellschaft zu stärken und ein Leitbild des aktiven Altern in den Kommunen zu verankern.
In diesem Sinne wurde unter Federführung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen  (BAGSO) im Memorandum "Mitgestalten und Mitentscheiden - Ältere Menschen in Kommunen" Leitlinien dazu erarbeitet.
Die Stadt Magdeburg hat sich um die Teilnahme am genannten Modellprojekt beworben und den Zuschlag erhalten. Sie bekennt sich damit auch zu den genannten Leitlinien, die wir dem Berichtsmaterial beigefügt haben.
Daraus abgeleitet ist es jetzt insbesondere notwendig, die Mitwirkungsmöglichkeiten unserer älteren Mitbürger/innen in ihrem Wohngebiet, ihrem Stadtteil und der Stadt insgesamt zu erweitern.
Mit der Bildung der Arbeitsgruppe "Kommunale Seniorenpolitik" will der Vorstand der Seniorenvertretung dieses Projekt unterstützen und sucht dafür interessierte ehrenamtliche Mitstreiter/innen.

Neues Projekt: Geschichte zum Anfassen  mit DDR- Zeitzeugen
Die Arbeitsgruppe  "Dialog der Generationen" beteiligt sich in einem gemeinsamen Projekt mit Schülern einer 10. Klasse des Werner- von- Siemens- Gymnasiums an der Aufarbeitung
unserer unmittelbaren Vergangenheit. Schüler dieser Klasse möchten (sollen) Geschichte zum Anfassen erleben und sich bei Zeitzeugen über das Leben in der DDR informieren. Sie werden sich zunächst im Rahmen ihres Geschichtsunterrichts inhaltlich mit dieser Thematik vertraut machen. Danach wollen sie diese Erkenntnisse in kleinen Gruppen im Gespräch mit Zeitzeugen vertiefen und ihnen ihre Fragen stellen, die dann zusammengestellt dokumentiert werden.
Es sollen folgende 7 Themen angesprochen werden:
Sozialistische Planwirtschaft, Arbeitsalltag, Frauen, Schule und Erziehung, Jugendorganisationen, Jugendkultur/-protest sowie Staatssicherheit.
Die außergewöhnliche große Resonanz von Zeitzeugen, die sich zur Verfügung stellen wollen, zeigt uns, dass wir mit diesem Projekt einem großen Bedürfnis entsprechen.

Resümee
Wir können gemeinsam auf eine erfolgreiche Tätigkeit mit vielen Höhepunkten im Berichts-zeitraum zurückblicken.
Das war möglich durch die engagierte Arbeit vieler Ehrenamtlicher, die Einbindung unserer Projekte in soziale Netzwerke der Stadt, die Zusammenarbeit mit einer wachsenden Anzahl von Partnern sowie die finanzielle, sachliche und fachliche Unterstützung aus vielen anderen Bereichen.
Unser Dank gilt deshalb allen Akteuren: unseren Mitgliedern, unseren Ehrenamtlichen in den Arbeitsgruppen, unseren Partnern, den Sponsoren und der Stadtverwaltung.
Auf dieser Basis möchten wir unsere Arbeit fortführen, und da rechnen wir natürlich weiter mit der gleichen Unterstützung und aktiven Mitwirkung.




geschrieben / geändert am : 29.12.2008