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Wie war es in der DDR - Geschichte zum Anfassen

Ergebnisse eines außergewöhnlichen Geschichtsprojekts


Die Arbeitsgruppe  "Dialog der Generationen" der Seniorenvertretung hat sich in einem gemeinsamen Projekt mit Schülern einer 10. Klasse des Werner- von- Siemens- Gymnasiums an der Aufarbeitung unserer unmittelbaren Vergangenheit beteiligt. Schüler dieser Klasse wollten Geschichte zum Anfassen erleben und sich bei Zeitzeugen über das Leben in der DDR informieren. Nachdem sie sich im Rahmen ihres Geschichtsunterrichts inhaltlich mit dieser Thematik vertraut gemacht hatten, wurden diese Erkenntnisse in kleinen Gruppen im Gespräch mit Zeitzeugen vertieft.
Dabei wurden die Themen Sozialistische Planwirtschaft, Arbeitsalltag, Frauen, Schule und Erziehung, Jugendorganisationen, Jugendkultur/-protest sowie Staatssicherheit angesprochen.
Aus der Befragung der Zeitzeugen wurde von den Schülerinnen und Schülern eine bemerkenswerte Dokumentation erarbeitet, die vom 24.01. bis 15.03.2009  in der Stadtteilbibliothek Florapark zu sehen war.
"Wir freuen uns, dass wir sehr viele Zeitzeugen gewinnen konnten. So ist es uns gelungen, den Jugendlichen breit gefächerte Eindrücke über das Leben in der DDR zu vermitteln", so die positive Einschätzung von Siegfried Brosza, Vorsitzender der Seniorenvertretung. Kritischer war die Einschätzung von Gerhard Ruden, (damaliger) Landesbeauftragter für die Unterlagen der Staatssicherheit, der zu viele Zeitzeugen beteiligt sah, die zu einseitig pro DDR argumentierten. Diese Meinung ist in der "Magdeburger Volksstimme" vom 27.1.2009 veröffentlicht.  
Die Seniorenvertretung möchte sich auf diesem Wege bei der Lehrerin Angelika Häusler, den beteiligten Schülerinnen, Schülern, den Studenten der Otto-von-Guericke-Universität und allen Zeitzeugen herzlich bedanken.
Wir bedanken uns ebenfalls bei der Gedenkstätte Moritzplatz, bei Gerhard Ruden, bei der Projektpatin Ilka Baake-Ernst von der Stadtbibliothek und bei Frau Dorn von der Stadtteilbibliothek Florapark für die aktive Unterstützung.

Am 7. und 8. November 2009 konnten die Schüler und Zeitzeugen ihr gemeinsames Projekt auf dem Ostdeutschen Geschichtstag in Berlin präsentieren.
Aufgrund des großen Interesses der Zeitzeugen und der Schüler beabsichtigt die Seniorenvertretung, dieses Projekt im Rahmen einer Zeitzeugenbörse weiterzuführen und zu erweitern.
Interessenten melden sich bitte bei der Projektverantwortlichen
Edda Raschke,
Tel.: 0391/541 34 99



geschrieben / geändert am : 13.02.2009