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Stolpersteine

Schon zum 6.Mal wurden in Magdeburg durch den Kölner Künstler Gunther Demnig Stolpersteine zum Gedenken an die jüdischen Opfer des Holocaust verlegt.


141 sind es jetzt in unserer Stadt, mehr als 20.000 in etwa 430 Orten in Deutschland und anderen europäischen Ländern.
In bewegenden Worten erzählte die Superintendentin i.R. Waltraud Zachhuber einiges aus dem Leben der ehemaligen Magdeburger Bürger. Stadtrat Alfred Westphal zeigte anhand von Straßen- und Bauplänen, wo sich das jeweilige Haus befand, in dem sie früher lebten.
Dieses Mal waren besonders viele Angehörige der Familie Herz aus Israel, Belgien, Taiwan, New York und Australien gekommen, um dabei zu sein, wenn ihren ermordeten Verwandten eine letzte Ehre zuteil wurde. "Jeder Mensch hat einen Namen, der ihm Größe gab, sein Lächeln...." , hieß es in einem Gedicht zum Gedenken. Und so beteten sie gemeinsam mit dem Gemeinderabbiner, legten Rosen nieder und hörten auf die Musik des Klarinettisten Götz Baerthold.
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper versicherte, dass ihre Namen bei uns nicht vergessen werden. Ein anschließender Besuch im Rathaus und im Stadtarchiv wird ihnen gezeigt haben, dass die heutigen Bürger Magdeburgs das Andenken der Opfer bewahren und ehren. Sie werden darauf achten, dass nie wieder so etwas geschehen kann.



Gerda Bednarz


geschrieben / geändert am : 15.10.2009