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Wir sagen Dankeschön

„Gelb ist meine Lieblingsfarbe, sie ist die Farbe der Sonne, die möchte ich immer in mir tragen“,


strahlte Gudrun Schulz bei der Übergabe des gelb-leuchtenden Dankeschön-Blumenstraußes durch den Vorstand der Seniorenvertretung. Und diese Einstellung braucht sie auch bei ihrem Ehrenamt.
Am 8. Mai werden es genau 12 Jahre, dass sie sich im Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten, besser bekannt als der "Weiße Ring",   erst als Mitarbeiterin und seit sechs Jahren als Außenstellenleiterin ehrenamtlich einbringt. Opferhilfe, Opferschutz, Kriminalitätsvorbeugung, Initiieren von Projekten des Täter-Opfer-Ausgleiches und der Schadenswiedergutmachung, kurz gesagt Beraten, Vorbeugen, Helfen - das ist das Anliegen dieser Organisation und Gudrun Schulz hat sich dem mit Leib und Seele und vor allem mit Herz verschrieben.  
"Deutschland ist immer noch ein täterorientierter Staat"; so Gudrun Schulz, und "wenn alle den Verbrecher jagen, wer bleibt dann eigentlich beim Opfer? Die Opfer werden immer noch nicht gleich behandelt" Auch deshalb will sie den Opfern ein Gesicht geben und vor allem sie nicht allein lassen.
Dieser schweren und auch manchmal über die eigene Kraft hinaus gehenden Aufgabe widmet sie ihre ganze "Freizeit". Inzwischen hat sie auch gelernt, zu Hause abzuschalten und die schrecklichen Erlebnisse wie Gewalt gegen Kinder oder Frauen nicht mit nach Hause zu nehmen.
Für die resolut wirkende Frau ist es wichtig, für die Belange der Opfer in der Öffentlichkeit wie in der Politik einzutreten. Daran mangelt es nach wie vor und dafür kämpft sie vehement - mit immer mehr Erfolg. Sie hat wichtige Verbündete und Unterstützer gewonnen hier in Magdeburg. Da leistet vor allem die Sparkasse und die Kriminalpolizei wirksame Hilfe.  Andere Vereine und Organisationen überlassen ihr Räume, in denen sich ihre Gruppe von mittlerweile 14 Leuten im Alter von 25 bis 75 Jahre treffen kann.
Gudrun Schulz ist eine Frau, die sich durchsetzen kann, immer lernbereit, immer ein offenes Ohr für betroffene Menschen. Ihr gibt dieses Ehrenamt auch viele bereichernde Momente. Sie sagt: "Ich kann die Welt nicht verändern, aber ich kann dazu beitragen, dass sie manchmal etwas schöner und gerechter wird."
Einen großen herzlichen Dank an Gudrun Schulz. Wir wünschen weiterhin viel Kraft für diese wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft.
"Man kann nicht allen helfen!" sagt der Engherzige - und hilft k e i n e m!"
(Marie von Ebner-Eschenbach)
Sie aber können helfen, wenn Sie wollen. Interessenten melden sich bitte bei Gudrun Schulz, Tel. 0391/7271045.

Heidi Brosza
Ehrenamtliche Redaktion



geschrieben / geändert am : 19.05.2010