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Das Technikmuseum in der alten Panzergießerei

Einen Museumsbesuch ganz besonderer Art erleben Sie


in der Stahlbauhalle des ehemaligen Schwermaschinenbau-kombinates (SKET), wo sich seit 1993 das Technikmuseum von Magdeburg befindet.  
Die Halle wurde 1871 bis 1888 als neue Produktionsstätte des Hermann - Gruson - Werkes errichtet, hier wurden im Hartgussverfahren bis zu 120 Tonnen schwere Teile gegossen, mit Kränen bewegt und montiert. Krupp übernahm 1893 die Grusonwerke, die später entstandene  Panzerplattengießerei entwickelte sich zum wichtigen Standort der deutschen Rüstungsindustrie und war dadurch auch eine der Ursachen für die großflächige Zerstörung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg.
Die zweigeschossige Backsteinfassade in der  Dodendorfer Straße 65  zeigt die übliche Industriearchitektur, Dreifachfenster im Obergeschoss schufen eine gute Ausleuchtung im Innern. Das noch heute erhaltene Holzpflaster in der Halle sorgte für einen elastischen Fußboden.
Auf der 2000qm großen Fläche des Museums  befinden sich zahlreiche technische Sachzeugen aus den Bereichen Industrie und Handwerk, Landwirtschaft und Verkehrstechnik, sie geben den Besuchern Einblicke in die lange industrielle Blütezeit Magdeburgs.
Neben der Dauerausstellung gibt es oft die Möglichkeit, interessante und wechselnde Sonderausstellungen zu erleben.
Auch die vielen Produkte maschineller Fertigung werden Sie begeistern, besonders für Kinder ist ein Besuch des Technikmuseums empfehlenswert.

Doris Franke
(Ehrenamtliche Redaktion)




geschrieben / geändert am : 17.05.2011