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Wir sagen Dankeschön

Die Magdeburger Industriegeschichte ist eng verbunden mit vielen großen Namen




wie von Guericke, Grade, Gruson, Wolf, Schäffer, Budenberg
und Krupp. Haben diese doch mit ihren technischen Erfindungen und
Firmengründungen die Entwicklung unserer Stadt wirtschaftlich, politisch und
städtebaulich entscheidend beeinflusst. Vor der Wende gab es in Magdeburg immerhin
über 80.000 Industriearbeitsplätze. Diese technikhistorische Bedeutung lebendig zu erhalten, hat
sich das Technikmuseum in der Dodendorfer Straße zur Aufgabe gemacht. In der
ehemaligen Stahlbauhalle des "Ernst Thälmann-Werkes", des einst größten Schwermaschinenbaukombinates
der DDR, wurde 1993 begonnen, das Museum aufzubauen. Doch bereits 1996 drohte
die Schließung aus finanziellen Gründen. Da wollten viele der Maschinenbau-Tradition
der Stadt und seiner Umgebung eng verbundene Magdeburger nicht tatenlos
zusehen. Einer von ihnen ist Gerhard(Gerd) Unger. Der Diplom-Ingenieur für
Maschinenbau und ehemalige Stadtrat gründete mit Gleichgesinnten das
"Kuratorium Industriekultur in der Region Magdeburg" und ist mit viel
persönlichem ehrenamtlichem Einsatz bis heute dabei. Es ist seine Lebensaufgabe
geworden. Er ist der Vorsitzender des Vereins und gleichzeitig Leiter des
Technikmuseums, das inzwischen einen sehr guten Ruf genießt. Anlass genug, um
Gerd Unger mit unserem Blumenstrauß des Monats, wiederum sehr schön gebunden
von Blumen-Bienert, herzlich für diesen hervorragenden ehrenamtlichen Einsatz
zu danken. Der Geehrte freute sich sehr über die anerkennenden Worte von
Siegfried Brosza. Für ihn war und ist Magdeburg eine Technikstadt, eine "Stadt
mit Zugkraft". Er hat noch viele Ideen und Wünsche für "sein" Museum. Dazu
gehören auch enge Kontakte mit Schulen, um Kinder und Jugendliche für die Exponate
aus Industrie und Handwerk, Landwirtschaft und Verkehrstechnik zu interessieren.
Unter dem Motto: "Erleben, Erfahren und Anfassen" können sich künftige
Ingenieure ausprobieren. Für die jungen Leute ist hier sichtbare Magdeburger
Industriegeschichte zu erleben. Für uns Ältere ist so ein Museumsbesuch mit vielen
Erinnerungen aus dem Arbeitsleben verbunden.

Gerd Unger und die Freunde des Technikmuseums brauchen noch
viel Unterstützung. Magdeburger und
Magdeburger Firmen können mit Spenden oder der Übernahme von Patenschaften für
Exponate helfen, die Attraktivität des Museums noch weiter zu erhöhen. Eine zur
Nachahmung empfohlene Initiative ergriff der Enkel von Rudolf Wolf aus Krefeld.
Er sammelte zu seinem 70. Geburtstag Spenden für das Technikmuseum. Demnächst
wird er zur Übergabe des nicht unbeträchtlichen Geldbetrags in Magdeburg zu
Gast sein.

Heidi BroszaEhrenamtl. Redaktion



geschrieben / geändert am : 23.09.2011